Einfach leben – Ausgabe 17: Wie wird unser Gesundheitssystem gesund?

Shownotes

In der 17. Ausgabe von „Einfach Leben – aus Trier für alle“ sprechen Corinna Rüffer und Alf Keilen mit dem Bundestagsabgeordneten und Gesundheitspolitiker Armin Grau über die Zukunft unseres Gesundheitssystems.

Ausgehend von den Eindrücken der gemeinsamen Sommertour durch Rheinland-Pfalz geht es um die Edelsteinklinik für Kinder und Jugendliche sowie die Regioklinik in Hermeskeil – und damit um die Frage, wie eine gute medizinische Versorgung gerade im ländlichen Raum gelingen kann.

Armin berichtet außerdem von seinem Weg vom Arzt und Chefarzt in die Politik und erklärt, welche Veränderungen die Krankenhausreform angestoßen hat. Gemeinsam sprechen die drei über Fachkräftemangel, eine bessere Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe, die zunehmende Kommerzialisierung im Gesundheitswesen sowie die Folgen der Klimakrise.

Eine Folge über notwendige Reformen, gute Versorgung vor Ort und die Frage, wie unser Gesundheitssystem zukunftsfähig werden kann.

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00:00:02: Herzlich willkommen zur siebzehnte Ausgabe, die schon von Einfach Leben aus Trier für alle.

00:00:11: Wir haben heute einen spannenden Gast mit dem ich unterwegs war auf Sommertour heute.

00:00:19: Wir sind als Abgeordnete ja immer unterwegs und wollen uns mal anschauen was da draußen so los ist nachdem wir viel Zeit in Berlin verbracht haben, in den letzten Monaten.

00:00:32: Es war schon stramme vor der Sommerpause.

00:00:35: Wollen wir jetzt halt rausgehen und schauen?

00:00:38: Dass wir das was wir erleben im Gespräch dann auch mitnehmen in unserer Arbeit in Berlin.

00:00:44: Und Armin Grau herzlich willkommen bei unserem Podcast Einfach Leben aus Trier für alle!

00:00:52: Wir sind der Als...

00:00:54: Hallo

00:00:56: Und die Korinna, immer noch Abgeordneter aus Trier.

00:00:58: Und Armin, was ist bei dir hängen geblieben von den Terminen, die wir heute gehabt haben gemeinsam?

00:01:05: Also, wir haben heut Mittag angefangen in der Edelstein-Klinik.

00:01:10: Toller Name!

00:01:12: Aber der passt ganz gut zu dieser Klinik ... Das ist eine Reha-Klinge der deutschen Rentenversicherung mitten im Hunsrück und zwar für Kinder und Jugendliche.

00:01:23: Das war heute ein sehr guter Spruch.

00:01:26: Es geht ja um die Edelsteine unserer Gesellschaft, es geht um den Nachwuchs, geht um Kinder und Jugendliche und sie brauchen gute gesundheitliche Versorgung.

00:01:35: Und wenn Sie ein größeres chronisches Problem haben dann brauchen die oft eben auch eine gute Reha.

00:01:41: In Deutschland hat man sehr viel Kinder- und Jugendrehaeinrichtungen in den letzten Jahren abgebaut.

00:01:47: Es war ein tolles Erlebnis zu sehen, wie engagiert dieses Team in dieser Edelstein-Klinik war und ist mit verschiedenen Ärzten gesprochen.

00:02:00: Kaufmännischen Vorstand, aber eben auch mit dem Betriebsratsvorsitzenden.

00:02:05: Und es ist ganz deutlich geworden wie sehr engagiert hier alle an einem Strang ziehen um den Kindern und Jugendlichen.

00:02:14: Das heißt mit psychosomatischem Problem mit Zustand nach Corona-Infektion, Long COVID oder mit Schwierigkeiten zu Homecovergewicht, Adipositas oder Diabetes mellitus Jeweils zu helfen, um in ihrem Leben später auch besser zurechtzukommen.

00:02:31: Das war ein toller Besuch und war sehr beeindruckend wie die Räumlichkeiten sind.

00:02:38: Die sind optimistisch hell, farbenfroh ... Sauber?

00:02:44: ... die bringen ... Die Kinder und Jugendlichen auf gute Gedanken, finde ich.

00:02:49: Und wir haben uns ganz speziell auch über diese Long-Covid-Therapie unterhalten wie die dann da funktionieren zum Beispiel.

00:02:58: Wir haben uns auch über die Finanzen unterhalten, das gehört dazu weil zu viele Rehakliniken finanzielle Probleme.

00:03:04: Glücklicherweise diese Klinik nicht und das sieht es für die Zukunft gut aus.

00:03:09: also ich nehme aus diesem ersten Besuch aus viele gute Gedanken und Anregungen.

00:03:16: Also vielleicht mal für unsere Zuhörerin.

00:03:18: Ich hatte heute vier Praktikanten dabei und einer von denen hat er auf der Rückfahrt gesagt, der Christian, der gerade im letzten Jahr Abitur gemacht hat sich jetzt anschickt in Frankfurt zu studieren das er total berührt war von diesem Besuch vor allen Dingen davon dass die sich so ernsthaft mit den Kindern und Jugendlichen auseinandergesetzt haben.

00:03:43: Er hat dann erzählt, er ist selber jemand der eine ADHS-Diagnose hat, was ich gar nicht gewusst habe.

00:03:48: Und der hatte unheimlich Schulprobleme.

00:03:51: Der ist nie ernst genommen worden damit, sondern die Lehrerinnen und Lehrer haben immer gesagt, streng dich an!

00:03:58: Du bleibst weit unter deinem Potenzial.

00:04:00: Dass da Fachleute sind, die tatsächlich die Nürte dieser Kinder ernst nehmen ... Und es fand ich auch noch mal ganz spannend, das zu hören von ihm.

00:04:10: Ja, das kann man wirklich so sagen... Das war ja auch Thema dass in der medizinischen Versorgung nicht nur bei Kindern und Jugendlichen aber eben auch in dieser jüngeren Altersgruppe wir oft so eine drei vier fünf Minuten Medizin haben Und das wird den Kindern und Jugendlichen, das sind generell Patienten nicht gerecht.

00:04:30: In dieser Klinik haben die Ärztinnen und Ärzte, die Therapeuten eben Zeit für die Kinder ... Das war sehr glaubhaft!

00:04:41: Ich glaube da machen wirklich was Gutes für die jungen Menschen, die dahin kommen.

00:04:46: Ich bin ganz froh, dass ich dich begleiten durfte.

00:04:49: Wann wäre in Hermeskeil noch?

00:04:51: Ja,

00:04:52: in Hermoskeil.

00:04:54: Das ist auch etwas ganz Spannendes und auch da, finde ich, haben wir sehr gute Anregungen mitgekriegt.

00:05:02: Hermes Geil gilt in Rheinland-Pfalz als die erste sogenannte Regioklinik – was heißt eigentlich Regioclinik im Gesetz?

00:05:10: Im Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz der andere Regierung haben wir so einen technischen Begriff gemacht für neuen Typus von Krankenhäusern.

00:05:18: Dort heißt das Sektor übergreifende Versorgungseinrichtungen, Rheinland-Pfalz kriegt den Preis für den besten Namen dieser Kliniken, Regioklinik ist griffig.

00:05:27: es geht um die Versorgungen der Menschen in der Region und zwar mit ambulanten und stationären Leistungen beiden gemeinsam.

00:05:35: Diese Regiocliniken sagen viele sind gar keine richtigen Krankenhäuser mehr weil sie haben keine Notambulanz mehr im klassischen Sinn.

00:05:41: aber die haben Betten für einfachere medizinische Probleme und haben ganz viel ambulante Versorgung außen rum.

00:05:49: Und wir waren jetzt in einem Gespräch mit ausschließlich Frauen von der Pflegedirektorin zur ärztlichen Direktorin, alle Leiterinnen sowohl der Muttergesellschaft als auch das Krankenhaus selber und alles Frauen.

00:06:04: die haben uns schon sehr klar gemacht dass sie eine Vision haben für das Krankenhaus.

00:06:10: Die Alternative wäre gewesen, dieses Krankenhaus existieren einfach nicht mehr.

00:06:14: Und die nutzen diesen neuen Gedanken, den wir da in der Ampelregierung ja auch entworfen haben und machen jetzt richtig was Gutes draus und verbinden diese eigentliche Überlegung sektorübergreifende Versorgungen mit anderen Angeboten.

00:06:29: Da wird ein toller Schuh daraus, die haben zum Beispiel geriatische Reha viele Betten ... Die machen ganz viel solche medizinischen Versorgungszentren für alle möglichen Fächer.

00:06:41: Da sind sie noch am Aufbau, wollen sie dazu machen und die haben einen guten Blick für die Bedarf der Menschen in der Region sehr optimistisch, dass das ein Vorzeige-Projekt wird.

00:06:53: Und die haben sich auch schon was verdient.

00:06:55: Die sind nämlich für den deutschen Nachhaltigkeitspreis jetzt nominiert.

00:06:59: Sie haben ihn noch nicht bekommen aber sie sind nominierend und die Endauswahl wird dann irgendwann im Herbst sein und die Preisvergabe irgendwie im Dezember und ich drücke die Daumen, dass die auch wirklich einen Preis kriegen.

00:07:10: Aber allein schon die Nominierung zeigt ja Man kann mit diesen Konzepten was anfangen.

00:07:16: Und da springt ein Funke über, wenn man mit den Frauen redet ... Die haben wirklich gute Ideen und schätzen auch die Situation sehr realistisch ein.

00:07:27: Das ist eine wichtige Voraussetzung.

00:07:29: Ich hab den Tag heute so ein bisschen geprägt.

00:07:32: Wir führen ja häufig Gespräche, gerade im Moment im Angesicht der geplanten Sozialkürzungen

00:07:37: usw.,

00:07:39: recht resignativ sind.

00:07:40: Und das hat mir wirklich gut gefallen an diesem Tag, dass wir Leute vor uns hatten die gezeigt haben, dass man auch in schwierigen Zeiten gute Arbeit machen

00:07:50: kann.

00:07:51: War schon gut!

00:07:53: Amin Grau Wir haben ja ganz viel miteinander zu tun In Berlin arbeiten zusammen in der Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Soziales, die du koordinierst in der Grund Bundestagsfraktion.

00:08:06: Du bist Abgeordneter.

00:08:09: Ich glaub, dass der Alf, der guckt schon ganz neugierig.

00:08:12: Der will dich näher kennenlernen?

00:08:14: Ja ... es ist ganz toll, neben dir sitzen dürfen.

00:08:18: Obwohl ich der

00:08:18: Ältere bin!

00:08:19: Das hab' ich ganz schnell festgestellt.

00:08:22: Ja Armin, mir ist als Allererstes auch, weil ich kannte bis heute nur einen Menschen der fünf Kinder hat und du bist der zweite.

00:08:31: Das ist also super das freut mich sehr.

00:08:33: Du hast zumindest diesen Beitrag zur Entkramfung der demografischen Probleme in der Zukunft geleistet.

00:08:41: Mir fiel aber noch was anderes auf, das mich wirklich zu einer nachfrage oder zu einer interessanten Nachfrage verleitet.

00:08:49: Du hast einen abenteuerlichen Studienwieter, du warst zuerst eingeschrieben für Gamanistik, Politik und Geschichte und hast nach doch einigen Jahren dann plötzlich auf humanen Medizin umgeschwenkt.

00:09:03: War das immer so geplant?

00:09:04: Oder war das Spontan.

00:09:08: Also spontan war es auch nicht, das war dann schon sehr gut überlegt.

00:09:12: aber ist nicht so dass ich jetzt schon Jahre bevor ich mich um ein medizinisch schönem Platz beworben habe die Idee hatte sondern es war eher andersrum.

00:09:22: Ich war mit dem Studium nicht voll aufzufrieden.

00:09:26: Ich hab alles wirklich ausprobiert in den Fächern Und meine realistische Berufswunsch lange Zeit war gewesen, Journalisten zu werben.

00:09:36: Ich war dann in München so wasches studiert und war in einer Lokalredaktion aus der deutschen Zeitung über die Sommerferien-Semesterferien.

00:09:43: Das

00:09:43: habe ich nicht nachlesen können!

00:09:45: Und ich hab immer überlegt, ist das das Richtige für mich?

00:09:49: Und mein Problem war damals auch gewesen.

00:09:51: Das war so die Ära Schmidt und ... Ich war politisiert worden in der Zeit von Willi Brandt.

00:09:58: Ich war ein Willi-Fan gewesen als Teenie.

00:10:02: Und Herr Schmitters war für mich schon einen Niedergang der Sozialdemokratie da mal.

00:10:07: Also ich war bei den Jungssozialisten und habe irgendwie keine richtige politische Heimat mehr gehabt hab dann das Gefühl gehabt, was soll ich als Journalist schreiben.

00:10:18: Wo pass ich denn dahin?

00:10:20: Ich konnte mir gar nicht so richtig eine Zeitschrift oder Zeitung vorstellen, wo ich glücklich werde und hab gedacht, ich muss noch mal nachdenken, was ich beruflich in meinem Leben eigentlich machen will ... Und dann bin ich eben von dieser sehr allgemeinen Ebene der Politik auf die spezielle helfende Ebene in der Medizin gekommen.

00:10:42: hatte damals ein Freund, der schon im Fortgeschirm war.

00:10:44: Mein Jahrgang gewesen in der Schule und er war ... Er war eben schon in der Hälfte seines Medizinstudios.

00:10:51: Da hab ich den immer so ausgefragt.

00:10:53: Dann hab ich mir gedacht, jetzt bewerbe ich mich mal, vielleicht habe ich ja Glück und mach auch eine Pflegepraktik und guck mir einen Krankenhaus von innen an.

00:11:00: Und dann hat mir das Spaß gemacht.

00:11:02: oder bin ich dabei geblieben?

00:11:04: Das war jetzt auch richtig so.

00:11:06: Gut!

00:11:07: Und du bist auch dann

00:11:09: neben

00:11:10: deiner ... über die politische Laufbahnwicht gar nicht so tief eingehen.

00:11:13: Also, du bist aber daneben immer medizistätisch gewesen in Heidelberg und dann später in Ludwigshafen.

00:11:21: Hast Du heute noch Kontakte dahin oder bist Du sogar noch irgendwie im Medizinapparat mit involviert?

00:11:32: Ich habe ja eine große Klinik geleitet und am Anfang hatte ich gedacht nach vielleicht mache ich noch ne Sprechstunde einen Tag in der sitzungsfreien Woche.

00:11:41: Aber ich glaube, das hätte nicht gut funktioniert.

00:11:45: Wenn man niedergelassen ist und hat noch einen Patientenstamm, den man weiter betreuen will ... Ist es vielleicht denkbar?

00:11:51: Da kenne ich ja einige Kollegen im Bundestag, die das so machen.

00:11:54: Aber wenn man eine Klinik geleitet hat, da kann man nicht irgendwie noch ein bisschen.

00:11:58: Das ist ganz schwierig.

00:12:00: Und ich glaub, ich hab dann die richtige Entscheidung gefällt.

00:12:02: Ich habe von Anfang an in meinem Geschäftsführer gesagt, was ich plane.

00:12:07: Und hab gesagt, sobald ich gewählt bin, schreibt die Stelle sofort aus.

00:12:11: Und ich war noch ein halbes Jahr kommissarisch da tätig und hab auch meine Visiten noch gemacht in den Sitzungsfreien Wochen.

00:12:17: Aber dann war heilfroh, dass sich dann so zum März-Zweiundzwanzig damals dann ganz ausscheiden konnte weil das ist ein zu harter Spagat immer noch eine gewisse Verantwortung für seine Klinik und die Bundestag zu sein.

00:12:31: Das war die richtige Entscheidung.

00:12:33: man kann nicht beides machen.

00:12:36: Parallel dazu hast

00:12:37: du schon

00:12:39: sehr früh bei den Grünen angedockt.

00:12:42: Also, in fournachtzig da war ich noch auch von der willi-era geprägt und ich durfte die in seventy zwei schon wählen.

00:12:51: aber ich war auch mit hermit schmitten nicht glücklich.

00:12:54: also hermit Schmidt war ja ein rückschritt.

00:12:58: grüne gab es noch nicht oder gab's ganz früh und sie waren also auch für mich zu dem zeitpunkt so eher unwählbar.

00:13:08: Ich kann mich da also manche Karotten erinnern, die seltsam daherkamen.

00:13:13: Und du hast dann schon sehr früh in den Jahr fournachtzig begonnen, dich da zu engagieren?

00:13:17: Das finde ich toll!

00:13:19: Also fournachzig bin ich eingetreten aber ich habe mir recht lang Zeit gelassen und bin über ein Jahr vorher schon hingegangen zum Kreisverband damals in Schöneberg.

00:13:29: Ich war in Berlin gewohnt und die Berliner Grünen, die hießen ja damals alternative Liste.

00:13:35: Die waren auch speziell Und mit denen konnte ich mich ganz gut anfreunden, während ich damals auch sehr skeptisch war gegenüber gewissen, auch sehr konservativen Bewegungen innerhalb der Grünen am Anfang.

00:13:47: Ich habe lang hin und her überlegt aber ich war dann einfach damals zur Überzeugung das tragende Problem unserer Zeit ist das Ökologische.

00:13:56: Wenn wir die Erde nicht erhalten, geht alles andere ein paar Runde und deswegen war ich überzeugt in keiner anderen politischen Kraft damals Gab es einen ökologischen Flügel oder eine ökologie

00:14:10: Strömung?

00:14:11: Und wenn man das so für das Kardinalproblem unserer Seite achtet, dann waren die Grünen alternativlos und hab mich dann entschieden noch einzutreten vier

00:14:20: Nachts.

00:14:23: Eine weiße Entscheidung, Corinnau da!

00:14:25: Also ich bin total froh dass er jetzt da ist im Bundestag, dass er da schließlich gelandet ist.

00:14:30: aber das ja ein bisschen die Frage vielleicht für die wir uns... Also wir zwei interessieren aber auch die Hörerinnen und Hörern.

00:14:38: Warum hast du nicht entschieden von dem Bundestag zum Kandidieren?

00:14:43: Das war jetzt keinesfalls so eine lange geplante oder schon immer geplande Geschichte, also nicht etwa schon in den Achtzigerjahren.

00:14:52: Als du

00:14:53: angefangen hast Politik zu studieren, wolltest du in Wahrheit an den Bundestagen.

00:14:58: Nein, mit Sicherheit nicht.

00:15:00: Ich habe das Berufspolitikriptokum eigentlich gar nicht angestrebt.

00:15:06: Weder in meiner Zeit vor den Grünen noch am Anfang der Grünen, sondern manchmal ist es unglaublich viel Umwege.

00:15:13: ich bin dann in die Vorderfalls gezogen in ein Ort wo ich nach wenigen Jahren gesagt hab man Wir haben so viele ökologische Probleme dort.

00:15:23: Wir haben ein Ries, ein Problem mit einem Hochwasserschutzprojekt, wir haben einen Problem mit einer großen Straße über den Reihen, die da Brücke gebaut werden sollte, die eigentlich alles kaputt macht und gesagt, wir müssen da an Ortsverbande gründen.

00:15:36: Dann habe ich Mitstreiter gefunden in den Nullerjahren am Ortsverband gegründet.

00:15:42: Ich bin zum ersten Mal auf eine Landesdelegiertenkonferenz der Grünen hier in Rheinland-Pfalz gegangen.

00:15:49: Ich bin zu Arborek hier und mir hat das sehr gut gefallen.

00:15:53: Ich fand den Landesverband interessant, ich fand die Leute interessant ... Und ich habe Lust gekriegt auf Politik muss man sagen.

00:16:00: Ich bin dann in diese Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheit gegangen, hab das Gefühl gehabt kommt da nicht so ganz weiter.

00:16:07: und dann aber um im Zehentrum habe ich immer mehr gemerkt war damals noch relativ junger Chefarzt.

00:16:14: also Riesenprobleme haben hinter Gesundheitsversorgung dass das mit den Krankenhäusern überhaupt nicht funktioniert.

00:16:19: Wenn man mal so eine große Abteilung leidet und muss auch wirtschaftliche Entscheidungen mitfällen, dann kriegt man einen Einblick, den ich vorher nicht ganz so hatte.

00:16:27: Und dann habe ich viele meiner Meinungen damals dann auch revidiert und gesagt diese ganze Situation der Krankenhäuser in Deutschland schreit nach großen Reformen.

00:16:37: Die hätten auch in den zehn Jahren dringend machen müssen.

00:16:39: Da wären sie auch leichter gegangen.

00:16:41: Wir haben sich jetzt gemacht in der Ampelregierung unter erschwertem Bedingung, muss man sagen.

00:16:46: Ich habe mich dann im Laufe der zehn Jahre entschieden, ich will gewisse Dinge in die Klinik noch zu Ende bringen.

00:16:53: Ich habe da etliche Projekte gehabt, sowohl wissenschaftliche als auch zum Beispiel für Rheinland-Pfalz und telemedizinische Schlaganfallprojekt aufzubauen.

00:17:02: Das habe ich alles zum Ende gebracht.

00:17:04: Dann habe ich gesagt, ich möchte tatsächlich selber es in die Hand nehmen und versuchen eine gesundheitsreform darüber hinauszumachen Und zwar die Frage schon im Jahr zehnt zwanzig siebzehn, da war ich auch noch nicht bekannt genug.

00:17:19: Aber es war dann klar von meinem Alter her zwanzigeinundzwanzig muss ich es ernsthaft probieren und habe dann das Glück gehabt bin gewählt worden.

00:17:26: Es war eine erfolgreiche Wahl für uns Grüne und bin reingekommen und durfte an der Krankenhausreform mitmachen.

00:17:33: Das Pech war durch das Frühjambel aus.

00:17:35: Es ist ein anderes für mich sehr wichtiges Gesetz, an dem ich mitverhandelt hab, wo es gerade so um bessere regionale Versorgung geht zusammenarbeitet.

00:17:44: Ambulanzschwarzen ist leider nicht mehr gekommen aber immerhin die Krankenhausreform haben wir hin gekriegt und da bin ich sehr froh.

00:17:54: Ein Wunsch von mir ist zumindest so parzial.

00:17:57: Kein perfektes Gesetz geworden, aber schon gutes Gesetz geworden.

00:18:02: Könntest du unseren Hörerinnen und Hörern vielleicht erklären, was dieses... Das muss ich wirklich ablesen.

00:18:10: Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz das ist das Ampelgesetz gewesen?

00:18:15: Was das dann wirklich an Verbesserungen gebracht hat oder hätte bringen können wenn es nicht im Anschluss jetzt noch ein Krankenhausreform Anpassungsgesetz gäbe.

00:18:26: Das ist ein großes Dilemma, dass die jetzige Region vieles wieder rückwickelt.

00:18:31: Aber entscheidende Elemente sind geblieben der Krankenhaus-Reform der Ampel und wir sagen es sind vielleicht drei entscheidenden Neuerungen.

00:18:44: Wir haben bisher Krankenhäuser immer nach Betten geplant Und das war ein weiteres Hoch gewesen, zum Beispiel auch im Land Rheinland-Pfalz.

00:18:56: Die Krankenhauspläne, die man alle fünf Jahre gemacht hat, waren punktuelle Veränderungen aber eigentlich weiter so.

00:19:06: Wir betrachten nicht mehr das Bett, sondern wir betrachten die Aufgaben, die ein Krankenhaus erfüllen muss und haben gesagt geplant wird in Zukunft nach sogenannten Leistungsgruppen.

00:19:17: Da haben wir schon einen Kompromiss gemacht.

00:19:19: Wir wollten eigentlich etwa hundertzwanzig Leistungskruppen.

00:19:22: Nordrhein-Westfalen hat schon kurz vorher ein ähnliches einen ähnlichen Weg beschritten und hatte jetzt so gut sechzig Leistungsgruppen.

00:19:29: Das hat die Sache ein bisschen erschwert für uns, aber gut wir sind nach dem Modellmorderein Westfalen vorangegangen.

00:19:35: Und was ist das Gute für den Menschen mit den Leistungskruppen?

00:19:39: An den Leistungskruppen hängt zum Einen ganz klare Qualitätsanforderungen.

00:19:43: Jemand der eine Leistungsgruppe in seinem Krankenhaus bekommen will, der muss bestimmt das Personal verhalten.

00:19:49: Der muss bestimmte Geräte verhalten.

00:19:52: Ja, das ist der Beginn auch einer Planung und Bezahlung am Ende nach Qualität.

00:19:59: Das ist ein Quantensprung.

00:20:01: Das Zweite an den Leistungsgruppen hängt Geld.

00:20:04: Bisher hat man diese furchtbaren Mechanismus, dass die Krankenhäuser versucht haben, möglichst viele Menschen in die Betten zu bringen...

00:20:11: ...durch die Fallpauschalen?

00:20:12: ...die das gebraucht haben oder nicht genau durch die Fallauschalen.

00:20:17: Und jetzt haben wir nicht die Fallpauschalen radikal abgeschafft.

00:20:19: Da muss ich sagen, stehe ich auch dahinter, weil ... Ich kenne auch die Zeit vor den Fallpauchschalen der Achtziger und Neunziger Jahre.

00:20:25: Das war keine gute Zeit, auch nicht!

00:20:28: Sondern die moderne Forschung in der Gesundheitsökonomie sagt man muss das Beste aus zwei Welten nehmen.

00:20:37: Den Kliniken zuerst mal Geld geben, das sind die sogenannten Vorhalte-Pauschereilen.

00:20:41: Die an den Leistungsgruppen hängen damit sie überhaupt leistungsfähig sind.

00:20:46: Bevor der erste Patient kommt muss ich ja was vorhalten und es muss gut die Hälfte des Geld sein, muss darüber gehen.

00:20:53: Und dann gibt es aber auch Kosten, die treten am einzelnen Patienten auf und wenn nicht dem Kliniker nur Vorhaltsgelder gebe dann hat das auch wieder ein Fell anreizt.

00:21:02: Dann möchten die am liebsten vielleicht gar keine Patienten mehr behandeln, haben wir es gehes Geld.

00:21:06: also man muss das schon so ein bisschen splitten und das haben ja gemacht.

00:21:10: wir haben sechzig Prozent für die Vorhalte brauschalen an den leistungsgruppen und etwa vierzig Prozent gibt's da noch fallabhängig am einzelnen patienten für die aufwände die entstehen wird das essen für die medikamente und so weiter Ja.

00:21:23: und dann die dritte große Neuerung ist, dass wir sagen bestimmte Krankenhäuser braucht es so wie sie gerade dastehen vielleicht nicht mehr.

00:21:32: Sondern aus denen machen wir das was vorher eingangs mal gesagt worden ist dieses Prinzip der Regioklinik wo ganz viel ambulante Versorgung da ist aber eben auch ein paar Betten ganz stark abgestimmt am regionalen Bedarf.

00:21:47: Das ist so vielleicht die dritte kardinale Neuerung.

00:21:49: Und es gibt viele weitere kleine Neuerungen, die mir sehr am Herzen liegen.

00:21:53: Aber das wird jetzt welchen Rahmen sprengen, die alle oft

00:21:55: zu zählen?

00:21:56: Das sind so die wichtigsten!

00:21:58: Ich denke dass unsere Hörerinnen und Hörern das sehr gut jetzt verstanden

00:22:02: haben oder?

00:22:02: Ja ich habe jetzt in der Erinnerung du hast gesagt eingesetzt, dass du mitverhandelt hast, ist da nicht verabschiedet worden.

00:22:09: Vielleicht kannst du darauf noch mal eingehen.

00:22:11: Da steckt in dem Gesetz Es stecken ganz viele Dinge drin und tatsächlich ist auch noch nach dem Ampel aus ein kleiner Teil, weil die FDP kalte Füße gekriegt hat.

00:22:22: Dass die Ärzte gegen sie stimmen dann bei der Bundestag vor dem Jahr

00:22:25: v.a.,

00:22:25: haben wir sogar einen kleinen Teil verwirklicht.

00:22:29: Aber die großen Ideen sind steckt geblieben.

00:22:32: Und da steckt eine große grüne Idee drin für mich die grüne Vision fürs Gesundheitswesen in die Gesundheitsregion.

00:22:40: Wir haben ein ganz stark sektorales Gesundheitswesen.

00:22:43: Hier ambulante Medizin, dort stationäre.

00:22:46: Das haben wir gerade auch in Hermeskeil noch mal gehört von den Fachleuten da, die das aus ihrer Sicht geschildert haben.

00:22:53: und wir wollen ein regionales Prinzip- menschenleben in einer Region und müssen in ihrer Region versorgt werden.

00:23:00: Und die Grundidee ist dass es Regionen und Verträge gibt Zwischen den Leistungserbringern, Kliniken niedergelassenen Ärzte, Psychotherapeuten auf der einen Seite.

00:23:12: Es gibt keinen Zwang beizutreten aber ein starkener Anreiz und den Krankenkassen.

00:23:19: Und am besten als dritter Partner die Kommunen über den öffentlichen Gesundheits sind es auch im Boot sein müssen.

00:23:24: Am besten die Beteiligten sich auch noch.

00:23:26: Und was sollen diese Regionen?

00:23:28: Verträge machen?

00:23:29: Die sollen ganz viel unbürokratische Freiheiten haben.

00:23:32: Alles, was nicht

00:23:33: strikt

00:23:34: gesetzlich geregelt ist soll man regional auch anders regeln dürfen.

00:23:38: das ist das eine.

00:23:40: und

00:23:40: dann sollen diese Verträge so angelegt werden dass wir erstmalig wegkommen vom bloßen bezahlen von Krankheit, Diagnostik und Therapie.

00:23:52: Wir in Deutschland haben die große Schwäche, Gesundheitsförderung und Prävention wird nicht richtig abgebildet.

00:23:58: Gibt es gar keinen Anreiz dafür?

00:24:00: Ärzte verdienen andere Krankheit unter dieser Verhinderung.

00:24:04: Und diese Regionenverträge sollen so gestaltet werden dass wenn man schafft durch gute Qualität das darf nicht auf kostende Qualität gehen die Menschen in der Region gesünder zu erhalten, als zum Beispiel in der Nachbarregion oder als es vorher war.

00:24:24: Dann sollen die Gelder, die übrig bleiben nach vertraglichen Regelungen an die Patienten gehen für eine noch bessere Versorgung, an die Krankenkassen gehen, Anreize haben reinzugehen und an die Leistungsabbringer ne Win-win-Win Situation machen.

00:24:39: Das ist so die Vision hinter den Gesundheitsregionen, die wir haben.

00:24:44: Da könnten wir jetzt noch viel Lust darüber reden, sagen.

00:24:47: Aber das ist so das Prinzip statt diesem Sektorumdenken ein regionales Denken.

00:24:53: und es gibt zwar Gesundheitsregionen in manchen Bundesländern, Niedersachsen hat überall Gesundheitsregion aber das ist kein Sokonzept wie wir das selber haben.

00:25:03: sowas gibt's bisher nicht.

00:25:05: also was wurde in manche Ländern mal versucht aber nie konsequent umgesetzt.

00:25:11: Leider Gottes haben wir das nicht ins Gesetz mehr packen können.

00:25:15: Das Gesetz ist dann halt niemand gekommen.

00:25:18: Es ist wirklich sehr schade, eine Frage, die mir aufgefallen ist oder ein Gefallen ist als du gesagt hast, die Kommunen sollen sich daran beteiligen und da hätten sie sich daran verteilen sollen?

00:25:29: Oder vielleicht setzen wir es ja irgendwann auch noch mal durch.

00:25:32: Was hätte das denn finanziell bedeutet?

00:25:37: Ja, das muss man sich immer gut fragen.

00:25:40: also... Für meine Führheiten ist es so, dass Gesundheitsversorgung und Pflegeteile der Daseinsvorsorge sind.

00:25:50: Wer ist zuständig für die Dasein-Vorsorge?

00:25:53: Das sind die Kommunen!

00:25:55: Und deswegen sollten die Kommunen Mitgestaltungsmöglichkeiten haben.

00:26:00: Ganz klar wer damit reingeht hat dann auch ein gewisses finanzielles Risiko.

00:26:05: das haben die Kommunen aber heute schon wenn sie kommunaler Träger eines Krankenhauses sind, wenn sie so wie wir das als Grüne in Rheinland-Pfalz sehr stark befördern.

00:26:14: Gerade ein medizinischer Versorgungszentrum für ambulante Versorgung.

00:26:17: Als Kommune leiden.

00:26:18: Immerhin gibt es einen halben Stutz im Kommunal-Eben-VZZ in Rheinland-Falz.

00:26:22: Das ist überdurchschnittlich viel in Deutschland.

00:26:24: Wie das Allererst in Deutschland ist an Rhein und Pfalz in Katzenellenbogen vor zehn Jahren gegründet worden Weil da Versorgung weggebrochen werde ich hausärztlich.

00:26:33: Wir wollen das Kommunen überall mehr Verantwortung übernehmen und es wäre der nächste große Schritt, sie gehen mit rein in solche Regionen und Verträge über den öffentlichen Gesundheitsdienst.

00:26:45: Der wichtige Aufgaben eigentlich erfüllt.

00:26:48: im Sozialraum sind Sie ja schon mit drin aber wir würden das nochmal ausdehnen und ihnen die Chance geben mehr mitzugestalten.

00:26:56: Ich war immer dafür, die Kommunen nicht zu verpflichten als Vertragspartnern.

00:26:59: Wenn man das machen würde, dann wird man ... die Chance durch Gesundheitsregion kleiner machen.

00:27:05: Ich glaub, dass in ihrem Wachstumsprozess ist, den Kommunen anzureizen und mit reinzugehen.

00:27:10: Also optional so

00:27:12: zu machen.

00:27:16: Mhm!

00:27:16: Ich glaube, Alf will jetzt auf sein Lieblingsthema kommen?

00:27:21: Ja, Corinna meint immer, eine Demografie wär mein Lieblingstemer.

00:27:25: Aber ich denke es ist auch dein wichtiges Thema für dich Denn all das, was du jetzt gerade erzählt hast.

00:27:31: Auch die Profilaxe, die eine zu geringe Rolle spielt, spielt natürlich in wachsendem Alter eine größere Rolle.

00:27:38: Also ich bin jetzt in einem schon durchwachsenen Alter von zwei und siebzig und lebe noch recht gesund.

00:27:46: Das hat aber auch Voraussetzungen!

00:27:48: Man darf nicht rauchen, man darf keine Alkohol-Dringone sehr mäßig und man muss sich sportlich oder gesund halten würde die Regionsituationen, die du gerade beschrieben hast vermutlich für die Region in der viele gesund sich alt werden lassen besten laufen.

00:28:11: Was ich frage mich fragen will ist Ist das was jetzt in diesen beiden Gesetzen im Ampelgesetz und jetzt in diesem Anpassungsgesetz ja niedergeschrieben ist?

00:28:24: Ist das demografieresistent

00:28:27: schafft?

00:28:28: schaffen wir damit auch, die alternde Bevölkerung gesund zu erhalten.

00:28:35: Ich weiß das ist eine sehr komplexe Geschichte.

00:28:37: Ja also ... Die Krankenhausgesetze weder das von der Ampel noch diese Rückwärtsentwicklung jetzt von Schwarz-Rot haben beide nicht viel mit Prävention und gesunde Haltung zu tun.

00:28:54: Was sie tun ist, dass sich schon eben zum Beispiel es gibt eine Leistungsgruppe Geriatrie.

00:29:00: Alterns Medizin ist eine ganz große Aufgabe ein

00:29:03: Wachstumsfeld

00:29:04: aufgrund der demografischen Entwicklung.

00:29:07: die ist gut abgebildet da drin.

00:29:09: Gibt gute Regelungen für diese Leistungskruppe Geriatri zum Beispiel.

00:29:13: das passiert schon.

00:29:16: Wir haben auch gerade gesagt, Alte und Jung.

00:29:19: Pethiatrie ist ein unterfinanziertes Gebiet.

00:29:22: Wir haben für die Kinder- und Jugendlichenmedizin extra Gelder gegeben, ganz früh schon in der Ampelzeit zu gehen.

00:29:29: Und wir haben das dann verfestigt in der Krankenhausreform.

00:29:34: Ansonsten ist aber das Krankenhausgesetz nicht das richtige Gesetz zur Prävention.

00:29:43: Wenn jetzt die Gesundheitsregion und diesen gar nicht im jetzigen Koalitionsvertrag trennt.

00:29:49: Die beiden Parteien, die da regieren, haben die Idee gar nicht dafür.

00:29:53: Schade!

00:29:53: Aber es ist so wirklich ein grünes Gewächs was sie jetzt machen wollen und was prinzipiell richtig ist.

00:30:01: Sie wollen einen sogenannten Primärversorgungssystem einführen mit einer klaren Zuordnung jedes Menschen In Deutschland zumindest mal jedes chronisch kranken.

00:30:12: Das allerwenigstens zu einer primärversorgenden Praxis in der Regel, die Hausarztpraxis und in diesem System.

00:30:21: Aber da redet eben auch die Sicherung viel zu wenig.

00:30:24: Muss Leistungen für Prävention und gesunde Erhaltung ganz festgeschrieben werden als eine der wichtigsten hausärztlichen Aufgaben?

00:30:32: Da gehört es rein.

00:30:33: und gestern Abend war ich auf einer Podiumsdiskussion in Mainz bei der Barmer Ersatzkasse.

00:30:38: Und da habe ich das auch noch mal immer stark gemacht, weil darüber wird viel zu wenig geredet.

00:30:42: Wenn wir jetzt so ein Primärversorgungssystem einführen will was wir für richtig halten?

00:30:46: Ich hoffe die Regierung

00:30:47: macht das gut.

00:30:48: Ich hab dann meine Skepsis Manche Dinge eben gar nicht diskutieren, sie diskutieren auch zum Beispiel gar nicht.

00:30:55: Was erfahrt ich denn von einer Primärversorgungspraxis?

00:30:57: Ich möchte einen Leistungskatalog definieren, den die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen und nicht die Regierung dann ausfüllt um zu sagen was muss ein typischer Hausarzt eigentlich tun?

00:31:10: alles ja

00:31:11: um

00:31:12: seine Patienten, seine Region sein Stadtteil zu versorgen.

00:31:15: Ich bin skeptisch, dass das ein gutes Gesetz wird.

00:31:18: Aber jetzt hat die Regierung eine Chance.

00:31:20: Sie haben zweiten Herbst versprochen und ich bin gespannt.

00:31:22: Da muss gesunde Erhaltung rein unbedingt.

00:31:28: Der andere Punkt der Demografie wäre es wichtig auf der Seite derjenigen, die zukünftig zu Versorgen sein werden aber auch auf der seite derjenigen die zukunftliche Leistungen anbieten können also ärztliche Pflegerische usw.

00:31:47: Das war ein Thema, über das wir heute Morgen unter anderem in der Edelstein-Klinik geredet haben.

00:31:53: Wo wir gefragt haben, wäre es nicht sinnvoll ... In diesem Bereich Kinder und Jugend drehen so was wie einen Case Management einzusetzen damit die Leute nicht an diesen Bruchkanten irgendwie abschellen sondern durchgehend gut versorgt werden.

00:32:09: Und da war ja eine Bemerkung finde ich ganz interessant.

00:32:15: eines unserer Gesprächspartner, der gesagt hat das ist richtig.

00:32:20: Also es ist eine gute Idee mit so einem Case Management zu arbeiten aber am Ende des Tages braucht man immer die Leute die Leistung auch erbringen können.

00:32:31: und was sind denn unsere Vorstellungen diesbezüglich?

00:32:36: also diese Lücken zu schließen?

00:32:38: natürlich kann man das System effizienter gestalten, aber wir müssen natürlich auch Köpfe erreichen die Lust haben dieser Arbeit am Ende des Tages aufzumachen.

00:32:47: Die dann trotzdem anfallen wird.

00:32:49: Ja also die Anmerkungen dieses Arzes in der Edelstein Klinik ist natürlich völlig richtig.

00:32:57: es muss immer dann auch ein Angebot geben.

00:32:59: ohne das Angebot nützt das beste Fall Management nichts.

00:33:04: dass es ist richtig.

00:33:06: jetzt Muss man sagen, die Debatte ging darum, dass die Bundesregierung jetzt ein sogenanntes Sozialgesetzbuch VI Anpassungsgesetz gemacht hat.

00:33:15: Sozialgesetzbruch VI ist das Rentengesetzbuch.

00:33:17: Ich bin ja verrentet zuständig im Bereich Arbeit und Soziales.

00:33:23: Und da haben sie einen Fallmanagement eingeführt was sehr positiv ist.

00:33:28: Das war eben auch eine Erfordung aus vielen Teilen der Rentenpolitik gewesen Und man hat aber gemerkt, dass die Region noch gar kein richtiges Konzept hatte.

00:33:38: Die haben auf unsere Fragen im Ausschuss und auch eine schriftliche Frage gesagt.

00:33:44: Es geht eigentlich nur um die berufliche Reha, die Wiedereingliederung in den beruflichen Prozess.

00:33:50: Dann gab es aber dem Widerspruch der Rentenversicherung.

00:33:54: Nein, das sei durchaus für die medizinische Reha.

00:33:58: Und an dem Punkt haben wir angesagt, eben das muss ja auch für die medizinische Reha sein.

00:34:02: und da haben wir gesagt warum denn nicht auch für Kinder dann?

00:34:05: Wir haben gerade bei den Kindern so oft überforderte Familien.

00:34:09: Krankes Kind, chronisch krankes Kind große Probleme!

00:34:12: Warum sollen nicht die Kinder... und es ist ja was Positives in Deutschland, haben wir heute auch gehört von den Ärzten.

00:34:18: Das Kinder-Reha von der Rentenversicherung bezahlt.

00:34:22: Die Idee ist eine Volkswirtschaftliche, Kinder wenn sie später nicht arbeiten zahlen sich ein für die Rente und liegen eigentlich im Stadion auf der Kasse.

00:34:29: Also es ist gut investiertes Geld da sind wir uns alle einig.

00:34:32: Und warum mache ich jetzt noch den kleinen Schritt mehr?

00:34:35: Und sage wenn ich schon so einen Fallmanagement einführe auch nämlich nicht gerade Kinder wo's oft so komplex ist mit den Familien die überfordert sind dann auch mit rein.

00:34:44: Jetzt ist das ja nicht so dass wir in Deutschland von außen haben abgesehen, völlig weggebrochene Versorgung hätten.

00:34:52: Wir haben große Gefahren für die Zukunft aufgrund der Demografie, ältere Ärzte, die in Ruhestand gehen, gerade Kinderärzte ganz hoher Prozent als älterer Ärzten.

00:35:03: Aber umso mehr ist es ja gerade für die, die im besonderen Bedarf haben wichtig, dass in dem immer noch in der Regel ordentlichen Angebot dann die richtigen Entscheidungen gefällt werden und geguckt wird, keine Brüche in der Versorgung entstehen.

00:35:20: Sowohl im medizinischen als auch im sozialen Bereich, dass dann eben auch die Eltern Unterstützung kriegen von den Ämtern, die sie brauchen für ihre kranken Kinder.

00:35:30: und da wäre das Fallmanagement ... Es ist ein Fallmanagement für die Familien, muss man ja in dem Fall klar sagen, wäre sehr

00:35:37: hilfreich.".

00:35:39: Kann ich mir auch vorstellen?

00:35:41: Aber eine Bemerkung, die auch in diesem Gespräch stattgefunden hat war ja dass ziemlich deutlich gesagt wurde, dass die kinderärztliche Versorgung in einigen Jahren nicht mehr so funktionieren kann wie das heute der Fall ist.

00:35:54: Und es ist ein Beispiel jetzt der kindermilizinischen Versorgungen.

00:35:59: aber die Frage des Ärztemangels und auch des Mangels an Pflegekräften usw.

00:36:08: zieht sich ja durch den gesamten medizinischen Bereich durch.

00:36:11: Da stellt sich uns dann schon die Frage Wie wollen wir das lösen?

00:36:17: Wie lösen wir die großen Aufgaben der Versorgung?

00:36:20: Absolut, genau.

00:36:22: Also da kann ich sagen gestern Abend ... Ich hab's schon erwähnt bei der Barme Ersatzkasse in Mainz.

00:36:27: Bei einer Interessanten Podiumsdiskussion ging es jetzt nicht speziell um die Kinder.

00:36:32: Aber die Kinderärzte sind Teil des Primärversorgungssystems.

00:36:36: Die Pathiader sind die primär versorgerter Kinder und für die Erwachsenen sind sie allgemein Mediziner, die Hausärzte.

00:36:45: Es ging um die Frage, vor allem in der Bereich Erwachsenenmedizin.

00:36:49: Wie können wir versorgen?

00:36:51: In Zukunft noch sicherstellen angesichts des Rückgangs der Ärzte.

00:36:56: Wir haben zwar immer mehr Köpfe, aber während das Quantum an Arbeitszeit wird ihr kleiner durch viele Teilzeit beschäftigt.

00:37:05: Und wir haben klare Lösungsansätze, die in so einem Primärversorgungsgesetz auch umgesetzt werden müssen.

00:37:11: und das heißt interprofessionelle Zusammenarbeit für viele alltägliche Probleme.

00:37:18: In den Praxen brauche ich nicht unbedingt den Arzt, die Ärztin.

00:37:23: Seine Überschätzung des Berufsstandes.

00:37:26: Vieles können auch anders ausgebildete Kräfte machen und es wird dann die Frage sein in welchen Fällen muss der Arzt am Ende noch ein Häkchen machen?

00:37:34: Noch selber mal drauf gucken das ist so genannte Delegation.

00:37:38: oder wo wird auch sogar richtig substituierter Arzt weiß gar nichts mehr davon weil es andere genau

00:37:43: zu können können.

00:37:44: Das ist noch eine offene Frage, aber das sind Detailfragen am Ende.

00:37:47: Wir haben heute schon ganz viele gut ausgebildete Gesundheitsfachberufe.

00:37:52: die haben alle so englische Namen.

00:37:54: Ganz schwierig sind alle nur richtig übersetzt Physician Assistants da kann man vielleicht sagen nicht Assistenzarzt sondern Assistentin ja oder Advanced Practice Nurse, APN.

00:38:05: Da gibt es keinen deutschen Namen dafür.

00:38:07: Community Health Nurse ist keine Gemeindeschwesterin.

00:38:09: Armin was ist das?

00:38:12: Das sind alles sehr gut akademische Ausgebilder oft auf den Masterniveau der Community Health Nursing-Masterstudio und die sind exzellent ausgebildete Pflegefachkräfte, die arztersetzend oder arztergänzend arbeiten können mit verschiedenen Schwerpunkten.

00:38:29: Wir bilden schon die physischen Assistenzbildungen in Deutschland seit über zwanzig Jahren, aber sie meisten wissen es nicht.

00:38:37: Und die finden auch Anstellung, aber noch nicht ganz adäquate und deswegen brauchen wir dringend ein gutes Gesetz, nicht bloß Primärversorgungsgesetz.

00:38:46: Wir wollten als Ampel auch einen Heilberufe-Gesetz machen um die Aufgaben dieser Menschen besser zu definieren und ihnen mehr Rechte und Möglichkeiten zu geben.

00:38:56: Das kam auch nicht mehr.

00:38:57: dazu muss man sagen Hätten wir auch im vollen Umfang nicht geschafft.

00:39:01: Das ist was für zwei Legislaturperiode im Grunde, aber angefangen hätte man es gerne und ... Wir haben also wirklich die Möglichkeit dieses Wegbrechen von ärztlicher Arbeitskraft durch andere zu ersetzen.

00:39:15: Und das hat Nichtnachteile für die Versorgung.

00:39:18: Bin ich überzeugt?

00:39:18: Wenn man das richtig macht, hat er sogar Vorteile.

00:39:23: Damit kann man viel besser Pflegeheimpatientin versorgen.

00:39:27: Hausbesuche machen, was heute schon oft nicht mehr die Hausärztin machen.

00:39:31: Sondern medizinische Fachangestellte zum Teil mit Videocall versichern sich ruhig wenn es doch ein bisschen anders ist zu Hause und so teilt schon so viele technische Möglichkeiten wie dann eine Vollkraftarzt viel mehr Patienten behandeln kann als es früher üblich war und zwar eben dann nicht nur in der drei oder fünf Minuten Medizin.

00:39:55: Ich habe so eine Praxis besucht, jetzt nicht in der Sommertour schon vorher.

00:40:01: Das ist so eine Modellpraxis im Rheinland-Pfalz und dort arbeitet so eine Hausärztin.

00:40:10: nach einem Happy-Konzept heißt das Haus ärztliche spezielles Modellprojekt.

00:40:17: In Rheinl-Pfals gibt es noch nicht viele solche Praxen Und die delegiert kann ganz viel Delegierern.

00:40:23: Der hat einen ganzen Stab und Mitarbeiter, der sagt, für mich ist das herrlich!

00:40:27: Ich kann jetzt endlich die schwierigen Patienten... ...für die kann ich mir auch eine halbe Stunde Zeit nehmen, das hatte ich früher gar nicht,... weil die ganzen leichten Fälle dafür wird mir drückenfrei gehalten.

00:40:38: Die ganze Administration hat sich jemand eingestellt.

00:40:41: Sie kümmert sich erst richtig um die schwierige Patienten.

00:40:44: Das ist ein Quantensprung an Verbesserungen.

00:40:47: Und ihr Nachbarhausarzt, der ist in den Tränen von dreiundachtzig.

00:40:50: Er sagt, irgendwann werden die Patienten alle auf mich zukommen.

00:40:52: Aber ich bereite mich vor und stelle Leute ein.

00:40:55: Ich bin in der Lage auch diese fünfzehnhundert Patienten, die dann noch zu mir kommen, auch noch zu behandeln.

00:41:02: Also wir haben Konzepte und Möglichkeiten, auch die alternde Bevölkerung gut zu versorgen.

00:41:07: Eigentlich liegt das ja auf der Hand.

00:41:09: Das wird hier in jeder anderen Berufsform aus so getan.

00:41:12: ... CEO oben alles mit in die Hand nimmt.

00:41:16: Und das ist bei Ärzten leider immer noch so der Fall, dass man letztendlich bei aller Personalausstattung doch endlich beim Arzt landet und dann wie du gerade richtig gesagt hast, sind drei bis fünf Minuten abgefertigt werden muss notgetrungen.

00:41:34: also finde ich diese Idee dieser Delegierung schon sehr interessant.

00:41:39: Aber nie fragen wir es ein bisschen warum finden?

00:41:41: Sind wir in einem Stadium, wo wir über Modelle reden.

00:41:46: Also warum hat das nicht alles viel früher mal angefangen mit der Transformation des Gesundheitswesens?

00:41:53: Das kommt mir irgendwie komisch vor!

00:41:55: Wir sind nicht lang genug dabei für Kröne.

00:42:00: Ja, man hätte schon soviel es in den Zehnerjahren machen können absolut definitiv und ... Diese Studiengänge für diese Pflegefachkräfte, die ich gerade erwähnt habe – alle englische Namen immer noch.

00:42:18: Die gibt es ja auch schon eine ganze Weile.

00:42:21: Ich war jetzt sicher direkt bei uns an der Klinik.

00:42:25: da hat man die Debatte... ob wir diese physischen Assistenz einführen können.

00:42:30: und wer hat Interesse.

00:42:31: Und am Ende hat es nicht geklappt, weil keiner der Geschäftsführer keinen Klinikern extra Budget geben wollte.

00:42:38: Wenn er die einstellt dann gibt's eine halbe Art Stelle oder dreiviertel Art Stelle.

00:42:41: weniger müssen eben die ersetzen.

00:42:44: Das wollte am Ende keiner verständlicherweise.

00:42:48: Also, wir haben diese Debatte uns ja in den Klinikum beigeführt mit diesen Physician Assistants.

00:42:55: Andere haben dann mehr eingestellt – wie er nicht!

00:43:01: Und jetzt brauchen wir die dringend und sind halt froh, dass die ausgebildet werden.

00:43:05: Da war gestern Abend eine Physician-Assistin zu sich, sie saßen neben mir.

00:43:08: Eine sehr kluge junge Frau.

00:43:12: Jetzt muss man ja mal ehrlicherweise sagen, da saßen noch jemand anderem.

00:43:16: Die machen so ein bisschen ein kommerzielles Modell draus und sagen, das macht die ganze Therapie, macht nur noch einen Physischen Assisten.

00:43:22: Und die Hausärztin, die ihre Kinder daheim hat, die macht alles nur noch Video mit Videosprechstunde.

00:43:27: Die macht sozusagen die Supervision über den Physischen Assistance per Video.

00:43:31: Dann hab ich an manchen Stellen sagen müssen also es geht echt zu weit.

00:43:35: Da merkt man, da spürt man auch schon wieder das kommerzielle Interesse.

00:43:38: Das sind mich dann billiger.

00:43:40: Die kosten nicht so viel wie ein Arzt und da muss man schon sehr, sehr froh aufpassen.

00:43:44: Es hat alles immer auch seine Gefahren, dass man einen Business-Modell draus macht gleich natürlich.

00:43:51: Aber wie will man das denn verhindern?

00:43:55: Dann muss man jetzt ... Wir brauchen wirklich eine Heilberufe gesetzt, dass jeder Profession ihre Aufgaben klar zuordnet.

00:44:06: Und dann bin ich der Meinung und die Physischen Assisten war auch die Meinung, sie will keine Ärzte ersetzen.

00:44:12: Sie will zuarbeiten aber es will auch nicht diese hohe Verantwortungslast, sonst hätte es nämlich Ärztin werden können.

00:44:19: Sie ist schon so ein Assistenzberuf.

00:44:22: Ein sehr gut ausgebildeter, nahe am Arzt vielleicht schon

00:44:25: dran

00:44:26: und das muss man jetzt klar definieren.

00:44:28: Und dann bin ich nicht der Meinung, dass alles per Video sprechen geht.

00:44:33: Die hätten es am Lipsen auch so, wenn ich das per Video mache und wenn ich vorab bin, dass es gleiche Vergütungen gibt ... Das kann's ja nicht sein!

00:44:41: Ich glaub, Corinna wollte noch etwas anders hinaus.

00:44:44: Ja.

00:44:44: Ich denke, es ist schon bemerkenswert wie viele große Kliniken von ganz wenigen ... Ich will sie jetzt nicht Heuschrecken nennen, aber von ganz großen ... Finanzgesellschaft betrieben werden und die wollen Profit machen.

00:45:02: Und dieser Profit schmälert das ganze System oder stört es zumindest?

00:45:08: Du hast es ja nicht mitbekommen, diese noch mal Edelstein-Klinik in der wir waren.

00:45:13: Das war total begeistert auch deshalb weil wir gesehen haben die gesamte Infrastruktur.

00:45:17: Es war ein schönes Gebäude, es war liebevoll aufgebaut so dass Kinder sich da wirklich über Wochen, die bleiben nach vier bis sechs Wochen wirklich armenwohl fühlen können kann man sagen.

00:45:27: Und unsere Gesprächspartner haben betont, die machen natürlich in einem gewissen Sinne Profit.

00:45:35: Also der Träger ist hier die deutsche Rentenversicherung und die machen schon ein bisschen Überschüsse und so und was machen sie damit?

00:45:42: Die halten das im System, die macht das System schön, das Gebäude schön, damit sich die Menschen, die sich darin aufhalten und arbeiten wohlfühlen können.

00:45:53: Ich kann mir irgendwie schwer vorstellen, wenn ich ein privates System aufbaue.

00:45:57: Dass nicht am Ende des Tages jemand dahin geht und sagt, ich zieh da das Kapital

00:46:02: raus.".

00:46:03: Genau darum geht es in die Institution unseres Gesundheitswesens.

00:46:09: Da muss das Prinzip der Daseinsvorsorge gelten.

00:46:14: muss ein bisschen Gewinne machen, sonst kann ich nicht in Verbesserung investieren.

00:46:20: Dann gehe ich irgendwann unter.

00:46:21: aber die Gewinnen müssen für das System selber, für die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, für den Beschäftigten und vor allem für die Behandlung der Patientinnen verwendet werden.

00:46:32: Das muss das Prinzip sein!

00:46:34: Wir haben große Gefahren.

00:46:35: wir haben eine Kommerzialisierung.

00:46:38: nun zum Gesundheitswesen.

00:46:40: schon lange bei den Kliniken.

00:46:44: Gut ein Drittel der deutschen Kliniken sind in privater Hand.

00:46:49: Die Freie Gemeinnützigen gehen jetzt im Moment runter, man sieht das in Rheinland-Pfalz eine ganze Kette von den Deutsche Rote Kreuzklinien.

00:46:56: alle insolvenzgewinnen weil das Reuter Rotekreuz nicht zuschießen kann und die gehen jetzt an verschiedene andere Träger.

00:47:06: Und wir haben es jetzt eben auch in den letzten Jahren vermehrt bei den medizinischen Versorgungszentren, dass Private Equity Firmen sich da einkaufen.

00:47:14: und wir brauchen dringend ein MVZ-Regulierungsgesetz.

00:47:18: Das steht auch im Koalitions- oder Standardamble drin.

00:47:21: Wir haben's nicht mehr geschafft.

00:47:22: wie sovieles wegen Corona am frühen Ampel aus.

00:47:26: Jetzt die jetzige Regierung hat zwar im Koalitionensvertrag tut aber nichts.

00:47:30: Wir Grüne haben einen Antrag vorgelegt, bitte macht mal jetzt.

00:47:34: Und das ist ganz dringend wichtig.

00:47:37: Letzte Woche hatte ich noch mal ein Gespräch mit so einer Augenärztin, Verbandschefin die mir auch nochmal sehr bewegt haben gesagt, wir werden so eine schlimme Entwicklung in der Augenheilkunde mit diesen Private Ecken, die geführten MvZ, ja?

00:47:52: Die versuchen alles womit mein Geld machen kann halt abzugrasen und denen die Aufwände in den Skiloperation bei einem Kind interessiert ihn nicht, diese aufwendig bringt kein Geld und das machen dann die anderen.

00:48:02: und deswegen ... Die Regierung muss auch da dringend mehr erhandeln, dass diese kommerziellen Interessen kleingehalten werden.

00:48:10: Man kann das nicht verbieten, aber man muss durch geschickte gesetzgeberische Regelungen denen so das Wasser abgraben und es

00:48:17: kann man.

00:48:18: Also wir, dem hier in Trier war, also hier ist ein MVZ geplant, also fortgeschritten und eine private Klinik die beide offensichtlich zu einem Schweizer Aktienfonds.

00:48:33: Das ist aber in der städtischen Debatte findet das überhaupt nicht statt.

00:48:37: Das ist den Menschen hier in Trier überhaupt nicht klar und auch der Stadtrat hat es bisher überhaupt nicht diskutiert, und da sind doch so Themen die alle Menschen interessieren.

00:48:47: also wir müssen doch unsere Systeme funktionsfähig erhalten und dürfen nicht zulassen dass das Geld da abgesaugt wird.

00:48:55: warum machen wir das Thema nicht lauter?

00:48:57: mich hat das wirklich sehr aufgeschreckt letzte Woche als ich's erfahren habe.

00:49:02: Also wir Grüne machen das laut so gut wie können, aber es ist halt eine weiterhin leider nur ne Fachdebatte.

00:49:09: Wir haben das auch im Plenum debattiert.

00:49:12: Mein Antrag zur Primärversorgung und mein Antrag zu einem MFST Regulierungswirt war halt ein Debattenpunkt gemeinsam.

00:49:20: vier Minuten Redebeitrag von mir für zwei große Anträge mehr haben wir da nicht.

00:49:25: greift das die Fachpresse auf, aber ins allgemeine Bewusstsein kommt es nicht.

00:49:30: Bist du nicht der Meinung, dass unser Fraktionsvorstand solche Themen also die beiden Fraktionvorsitzenden auf diese Themen vielleicht auch mal draufgehen sollten um als Verstärker zu dienen?

00:49:42: Da kann man gerne ja nochmal drüber reden.

00:49:45: immerhin wir haben sie im Plenum gehabt und ich werde jetzt gerade bei den MVZ So wird die Zeit haben, aber ich würde wahrscheinlich einen Gesetzentwurf mal vorlegen.

00:49:55: Sehr gut!

00:49:55: Weil es eine gute Blaupause gibt und den muss ich nicht ganz so erfinden um das nochmal zu spielen.

00:50:02: Können wir das denn ... also können wir sagen in welchen Regionen oder wie viele Projekte betroffen sein?

00:50:11: Wie groß das Problem eigentlich ist.

00:50:13: Also ist es Zufall dass wir gerade von zwei Projekten hier in Trier gehört haben dieser Art.

00:50:20: Das ist eines der großen Probleme auf dem Gebiet, dass wir gar nicht ganz genau wissen wie viel Investoren im Fortsetz es gibt.

00:50:28: Es gibt keine Transparenz, weil in Einzelfällen ist gar nicht gelingt, wer der letzte Eigentümer ist zu identifizieren.

00:50:35: Ob der irgendwo eine Briefkassenfirma auf dem Cayman-Endseln ist oder doch ja anderes – es ist tatsächlich so und deswegen ist das erste und einfachste, man muss endlich für Transparent sorgen.

00:50:45: Und zwar sowohl auf den Praxisschild für die Patientinnen und Patienten, die oft gar nicht wissen bei wem sie behandelt werden als auch dann für die wissenschaftlichen Auswertungen, Problembehaftes sind, wo dann immer die Interessen sich Stakeholders sagen.

00:50:58: Ja wieso?

00:50:58: Ihr wisst ja oft gar nicht wie.

00:51:00: ihr ordnet das zu.

00:51:01: und das heißt die Studien, die da gemacht worden sind, sind tatsächlich immer wieder angreifbar weil man bei einer bestimmten Prozesse hat von MVZ den letzten Eigentümer gar nicht kennt.

00:51:10: nur das darf es gar nicht geben.

00:51:11: Das muss im Internet erkennbar werden, das muss auf dem Praxischild erkennbar werden.

00:51:17: wer ist der letzte Eigentürmaier?

00:51:20: Das ist mal das Erste und Allereinfachste, was wir machen müssen.

00:51:25: Dass die Patienten auch merken ... Es gibt Regionen, da hole ich mir eine zweite Meinung an.

00:51:31: Aber die gehören zum gleichen Konzern an MvZs.

00:51:36: Weil die in der Region zum Teil einen Halkunde dominieren.

00:51:40: Und wenn du sagst, Intriger?

00:51:42: Also was man weiß, ist schon ... dass diese kommerziellen MVZ vor allem im städtischen Raum tätig sind, weniger auf dem flachen Land.

00:51:51: Da gibt es ja nicht so viel zu verdienen?

00:51:52: Nicht so viel zur Verdienung.

00:51:54: Gestern Abend war die MVZ-Gruppe im Hausärztlichen Bereich tätig ist und sagt, wir versorgen den ländlichen Raum.

00:52:03: Das ist unser Business!

00:52:05: Es gibt auch das jetzt, aber das ist Allgemeinmedizin ... Ansonsten sind es bestimmte Verharzgruppen, die da v.a.

00:52:12: anfällig sind wie Augenheilkunde, Radiologie, Labormedizin, wo richtig viel Geld verdienen kann.

00:52:20: Die entdecken jetzt also auch die hausärztlichen Medizin für sich und gehen auch in ländlichen Raum.

00:52:26: aber im Grunde genommen ja man hatte immer die Sorge bei diesen Ambulantisierungsmaßnahmen sogenannte Hybriddiages die ambulante und stationäre Leistungserbringer beide erbringen dürfen dass sich dann Finanzschlagegruppen die Rosinen rauspicken und sich nahe an Krankenhäuser niederlassen.

00:52:46: Und sie sagen, alles was ambulant machbar ist, wofür ich relativ viel Geld kriege, das krase ich

00:52:54: ab.

00:52:54: Den

00:52:54: Rest macht

00:52:55: ihr?

00:52:55: Ja, den Rest macht das kommunale oder freie Gemeinnützige Krankenhaus, das am Ende darbt.

00:53:01: Da muss man dringend auch einen Riegel vorschieben.

00:53:03: Ist nicht so leicht aber es muss man trinkend machen.

00:53:06: Ich finde das ein wahnsinnig spannendes Thema!

00:53:10: Und ich wollte fragen, vielleicht müsstest du dich mal mit Gerhard Schick von der Bürgerbewegung Finanzwende zu dem Thema.

00:53:16: Ist eigentlich so ein klassisches Thema für die?

00:53:18: Ich weiß nicht ob sie schon drauf sitzen aber sehr spannend

00:53:21: also bei Investoren im Vortritt.

00:53:22: haben die was gemacht in der Vergangenheit?

00:53:25: tatsächlich haben sich drum gekümmert ja Und ich meine, bei den Investoren im Fortsetz.

00:53:30: einer der großen Verbündeten, die wir da haben, ist die CSU in Bayern.

00:53:33: Die fordert das Wehe-Hemmen seit Langem und sind nämlich am meisten betroffen, gerade München, reiche Städte ...

00:53:39: Und dabei gibt's auch mal Gemeinsamkeit?

00:53:41: Ja, die Bayerische Landesregierung fordert dieses Gesetz laufend!

00:53:44: Die Regierung tut nix.

00:53:46: In meiner Rede hab' ich gesagt, ich solidarisier mich hier mit der Landesregierung in Bayern!

00:53:52: Machen Sie endlich!

00:53:53: Das

00:53:53: hat es noch nie gegeben!

00:53:54: Alph,

00:54:01: wir müssen gleich zur Mitgliederversammlung.

00:54:03: Nee du hast ja für Muntvierzigjährigen Hochzeits-Tag

00:54:06: heute.

00:54:06: Herzlichen

00:54:07: Glückwunsch!

00:54:07: Danke

00:54:08: danke.

00:54:09: ich werde heute definitiv nicht zur Mitgliedersamlung

00:54:11: kommen können.

00:54:13: Sind wir schon so weit fürs Klima?

00:54:16: Wir sind immer so weit für das Klima.

00:54:18: Das Klima spielt immer eine große Rolle und ich bin froh dass sich den Armen hier neben mir sitzen haben denn Klima... Probleme werden in Zukunft auch zunehmend medizinische Probleme sein.

00:54:29: Also das habe ich am Freitag, am Samstag an eigenem Körper gespürt.

00:54:35: Ich hatte am Samstag eine Nachtwäschterführung um zwanzig Uhr.

00:54:39: Die war also mit fünfundzwanzig Leuten wie immer bei mir gut besucht und ich bin da hingegangen und hab gesagt das kannst du nicht machen.

00:54:48: die Luft war intre zum Schneiden.

00:54:50: wir haben einen Für diejenigen, die das später hören.

00:54:54: Wir hatten einen Moorbrand im Hohen Fenn.

00:54:58: Ein uraltes hunderttausend Jahre altes Moor

00:55:01: oder

00:55:02: zwei von drei großen Hochmooren sind wir immer verloren gegangen und ... Und wir haben den Rauch abbekommen in einer Konzentration.

00:55:12: Die vierzigfach höher war als die normale Schadstoffkonzentration in der Luft.

00:55:19: Es wurde überall geraten nur... sich drinnen aufzuhalten.

00:55:22: Da hab ich mir für mich gedacht, überall saßen Leute in den Biergarten.

00:55:27: Überall saßen auch alte Leute.

00:55:29: Da habe ich für's so gedacht, da müsste doch eigentlich schon die Prävention einsetzen.

00:55:34: Das ist doch ein Klassiker!

00:55:36: In dem Moment müssten alle Alarmglocken schrölen und die Leute müssten aufgefordert werden, sich im Innern aufzahlen.

00:55:44: Ich hab die Führung abgesagt.

00:55:45: Und um euch jetzt auf dieses Thema zurückzukommen ... Das wird in Zukunft ein noch größeres Thema sein.

00:55:53: Wir werden noch längere Hitzeperioden haben, Dürreperioden oder Waldbrände haben und ich sehe nicht dass sich die Politik adäquat darauf vorbereitet.

00:56:04: Ich sehe nicht das ich die Medizin adäquar darauf vorbereiten kann ohne dass die Politik sie unterstützt.

00:56:10: was gedenken wir Grüne?

00:56:13: Was gedenkst du in diesem Zusammenhang zu tun?

00:56:17: Ja, unsere Fraktionsvorsitzenden im Bundestag haben ja oder wir als Fraktion insgesamt schon lange gefordert.

00:56:24: Das Klimaanpassung ist eine Gemeinschaftsaufgabe.

00:56:27: Im Grundgesetz wird Bund und Länder gemeinsam Förderprogramme machen und mehr Geld in dieses Thema

00:56:34: stecken.

00:56:34: Hat der Philipp Amthor Kürze schon abgelehnt?

00:56:36: Ja, aber das ist immer das große Problem hier im Land.

00:56:41: die Kathrin Eda, unsere das Programm gerade für die sozialen Einrichtung, Pflegeheime, Krankenhäuser.

00:56:51: Wir müssen hier dringend mehr machen werden, dass er auch thematisiert hat ... Ich war gestern in Meisenheim.

00:56:57: Meisenheimer ist ein ganz besonderes Krankenhaus, will da nicht so viel zu sagen, zu den Leistungen, die der bringe.

00:57:05: Aber das ist das erste Green Hospital im Rheinland-Pfalz, ich sage auch in ganz Deutschland, kann gut sein, gibt's seit zehn Jahren.

00:57:13: Musterklärm!

00:57:17: Ökologisches Krankenhaus nicht nur von Bau, sondern auch vom Abfallmanagement.

00:57:21: Vom Wassermanagement, vom Umgang mit den Medikamenten im Abfall und so weiter.

00:57:26: Also ein ökologischer ... Die gibt nur biozertifiziertes Essen dort sagenhaft.

00:57:32: Sagenhaft ja?

00:57:34: Und die haben zum Beispiel eine ... Die haben keine Klimaanlage aber die haben eine Kühlanlage.

00:57:41: Die haben uns auch angeguckt, die ist unter dem Dach Gekühlt oben über ein System, wo das gar nicht so sehr viel Strom erfrisst und da ist einfach die Atmosphäre in diesen Räumen wirklich angenehm.

00:57:56: Gestern war es schon immer ganz so heiß aber glaubhaft war dass sie auch sehr gut durch die Hitze Periode gekommen sind.

00:58:02: Jetzt waren wir vorhin.

00:58:03: Hermeskeil, das sind alter Schuppen muss man dann sagen

00:58:06: ja?

00:58:08: Und wir brauchen dringend viel Geld um diese Häuser wie Morgen alle neu bauen, das geht ja gar nicht.

00:58:18: Aber die Klima angepasst zu machen mit Verschattung und mit Jalousien in bestimmten Räumen, zumindest Klimaanlagen Gott sei Dank, wir haben wenigstens auf der alten Intensivstation noch Klimatisierung können da Leute hin tun, die das brauchen?

00:58:33: Also es ist eine große Aufgabe und muss sagen, dass das Gesundheitswesen der Opfer der Klimaehälzung ... Aber auch Täter, denn fünf bis sechs Prozent der klimaschädlichen Emissionen kommen aus dem Gesundheitswesen.

00:58:49: Und das heißt wir brauchen dringend Investition in Klimaneutralität und Klimaanpassungen im Gesundheitswesenn.

00:58:56: Und es sind viele Milliarden Euro.

00:59:01: Da hat er recht Eifne?

00:59:02: Ja ich bin jetzt ein bisschen hoffnungslos dass das schnell sich ändern wird mit dem was wir momentan den

00:59:09: Berlin

00:59:10: an Regierung sitzen

00:59:11: haben.

00:59:12: Du sagst ja, wir müssen lauter werden.

00:59:15: Richtig!

00:59:16: Soll ich laut reichen?

00:59:17: Absolut.

00:59:19: und jetzt wollen wir einfach leben oder?

00:59:21: Wir wollen

00:59:21: einfach leben.

00:59:22: Und wir sind so dankbar das Armin heute da war.

00:59:25: der ist einfach ein fantastischer Fachmann.

00:59:27: also du kommst es nieder nicht.

00:59:29: Nein nein ich finde den wunderbar begeisternd und junger Mann.

00:59:33: Sieht gut aus.

00:59:33: Lieben

00:59:35: grüßert

00:59:35: alles.

00:59:36: Okay

00:59:36: tschüss.

00:59:37: Tschau.

00:59:38: Dieser Podcast wurde produziert von Thomas Schneider.

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